Transportgeräte
Die Auswahl des richtigen Transportgerätes
Ganz gleich, um welche Arbeit es geht – mit dem richtigen Werkzeug ist sie oft in der Hälfte der Zeit erledigt. Natürlich kann man theoretisch auch mit einer Zange einen Nagel in die Wand schlagen, doch wie umständlich wäre das. Genauso gibt es auch im Transportwesen einen gravierenden Unterschied zwischen einem Hilfsmittel, welches eben irgendwie den Zweck erfüllt und DER effizienten Lösung, die speziell auf das Problem zugeschnitten ist. Deshalb sollte jedes Unternehmen seine Betriebsprozesse gut analysieren und dann gezielt einkaufen. Die folgende Beschreibung kann dabei eine Hilfe sein.
Sackkarren
Säcke werden mit einer Sackkarre inzwischen nur noch selten bewegt, auch, wenn das natürlich nach wie vor möglich ist. Das Gerät dient heute eher dazu, den Transport einzelner Kisten und Kästen zu erleichtern, zum Beispiel im Getränkehandel. Stahlrohr-Sackkarren sind dabei wohl die bekanntesten, doch es gibt auch Anfertigungen aus Aluminium oder Holz. Die Tragkraft der meisten Karren liegt etwa zwischen 150 und 200 kg. Es gibt aber auch welche, die bis zu 500 kg aushalten. Sogenannte Businesssackkarren sind hingegen nur für 125 kg ausgelegt. Dafür sind sie zusammenklappbar und können sogar im Pkw mitgenommen werden. Wichtig bei der Auswahl der richtigen Sackkarre ist zudem die Schaufelgröße. In aufgeladenem Zustand sollte der Schwerpunkt des zu transportierenden Teils ein gutes Stück hinter der Schaufelkante liegen, damit die Last nicht von der Karre kippt. Außerdem sollte berücksichtigt werden, ob auch Treppen auf dem Transportweg liegen. Für leichtes Transportgut mag dabei eine Karre mit Treppenschlitten ausreichen. Es gibt allerdings auch Geräte, die mit 3- oder 5 – Stern-Treppenrädern ausgerüstet sind und das Treppensteigen mit Gepäck wesentlich erleichtern. Die Räder von Sackkarren sind entweder aus Vollgummi oder luftbereift.
Transportwagen
Die Transportwagen verfügen allesamt über eine Vollgummibereifung und haben für gewöhnlich eine Traglastkapazität von 200 kg. Es gibt aber auch Modelle, mit denen sich bis zu 600 kg bewegen lassen. Speziell für empfindliche Waren, denen eine elektrostatische Entladung schaden könnte, sind die ESD-Transportwagen entwickelt worden. Diese Transportmittel bestehen von Griff bis Rad aus leitfähigem Material, sodass man auch keinen „gefunkt“ kriegt, während man damit durch die Gänge fährt. Die günstigsten Ausführungen unter den Transportwagen sind die Schiebegriffwagen. Sie verfügen nur über eine Tragefläche und einen Griff, der je nach Modell auch einklappbar ist. Diese Wagen sind hauptsächlich für Sackware oder für niedriges, sperriges Transportgut geeignet. Alternativ können auch die praktischen Magazin- oder Langgutwagen genommen werden, die sich zudem platzsparend ineinanderschieben lassen. Wer allerdings Kisten auf der Ladefläche stapeln möchte, sollte sich lieber einen Transportwagen mit Stirnwand oder Doppelstirnwand zulegen. Stirnwandwagen haben den Vorteil, dass die Ware nicht so leicht verrutscht und man sie zudem höher beladen kann.
Kommissionierwagen
Sehr beliebt, vor allem bei Lebensmittelherstellern, wie Bäckereien oder Käsereien, sind die Etagenwagen. Es gibt sie mit 2 bis 4 Etagen und sie eignen sich ideal, um große Mengen kleiner, niedriger Waren zu transportieren. Für das Einräumen in Warenregale in einem Kaufhaus gibt es aber noch eine bessere Lösung. Die sogenannten Kommissionierwagen verfügen neben ihren Etagenböden bzw. Etagenkästen über eine stabile Trittleiter, sodass auch höher liegende Bereiche bequem und sicher erreicht werden können.